13/03/2022

Renaissance einer Hülsenfrucht

Die Linse ist eine 'alte' Hülsenfrucht, wenn nicht sogar eine der ältesten bekannten Kulturpflanzen, die sogar im antiken Ägypten angebaut wurde. Man schätzt, das wir diese Hülsenfrucht schon seit 8.000 Jahren kennen.

Bei uns zuhause gab es früher die Linse eigentlich nur in der Form der klassischen Linsensuppe, mit Kassler oder Bauchfleisch. Das man mit dieser vielseitigen Hülsenfrucht noch viele andere Dinge anstellen kann, erschloss sich mir erst später. 

Vielleicht liegt das daran, dass die Linse lange Zeit den Ruf hatte, ein Essen des 'kleinen Mannes' zu sein. Sie waren günstig, leicht zu lagern und darüber hinaus extrem sättigend. 

Gefühlt erlebt die Linse eine Renaissance, nicht zuletzt, da sich in den letzten Jahrzehnten unser Verständnis für internationale Küche über die Pizza hinausentwickelt hat. Nicht nur, dass wir neue, exotische Genüsse in unsere täglichen Speisekarten integrieren. Das Bewusstsein, was wir essen und was dieses oder jenes mit unserem Körper veranstaltet wird größer. 

Okay, manchmal mag ich das nicht glauben, wenn ich sehe, was meine Mitmenschen für ein Sammelsurium an Covenience-Produkten und Zucker-Limonaden-Bomben in seinem Einkaufswagen vor sich hinschiebt. 

Also, was hat uns die Linse zu bieten? 

Erst einmal Sortenvielfalt. Es gibt die rote, braune, gelbe, grüne, schwarze, geschält oder ungeschält. Jede Sorte variiert in Geschmack und Zubereitungsart. 

Stichwort Gesundheit: Linsen bestehen zu 25% auf Eiweiß, damit befinden sie sich auf dem gleichen Level mit Geflügel. In Ihnen steckt auch eine große Mengen Eisen. Und Eisen ist immer richtig. Reich an Ballaststoffen und B-Vitaminen können sie die Verdauung und das Immunsystem unterstützen. 

Und was macht man mit den Dingern? 

Nun, die Vielfalt der Gerichte ist groß: Suppen und Eintöpfe, warme und kalte Salate, Curries, traditionelles indischen Dhal, aber auch Hamburger oder gebratene Linsen-Bällchen. Tipp: Linsen eignen sich auch sehr gut als 'Fleischersatz' für vegetarische Bolognese.